Problem in Springfield

  • ⭐️ 7/10
  • 🌡 Medium
  • ⏳ 60 Minutes
  • 👥 2 – 6 Person

Wir sind vor dem Fernseher eingeschlafen und befinden uns, als wir aufwachen, plötzlich in einer sehr merkwürdigen Umgebung. Ein Wohnzimmer und eine Küche, mit rosa- und fliederfarbenen Wänden, knallbunte, nicht real wirkende Möbel, Bilder, auf denen Personen mit gelber Hautfarbe und übergroßen Glupschaugen zu sehen sind. Aus dem Radio dudelt fortlaufend eine orchestrale Melodie, die uns ziemlich bekannt vorkommt und im Fernseher berichtet ein Nachrichtensprecher auf Kanal 6 etwas von einer Katastrophe in der US-Stadt Springfield.

Höfli: „Ay caramba!“, Ich: „Neinn!“ und wir machen uns sogleich daran, die Ursache für das „Problem in Springfield“ herauszufinden, und den Störfall binnen der nächsten 60 Minuten zu beseitigen. Wir inspizieren also die Wohnung, und finden dabei zahlreiche Items und Alltagsgegenstände, deren sachgemäße Verwendung oder Benutzung sich uns zunächst nicht erschließt. Es gibt viel zu entdecken und nach und nach fügen sich dann die Puzzleteile ineinander.

Eine häufige Grundregel, dass ein Gegenstand in einem Escape Game nur einmal Verwendung findet, trifft hier nicht zu. Das war in diesem Falle aber okay (und eigentlich auch ganz witzig gemacht), denn die Story wird so weiter vorangetrieben. Man muss nur erst einmal verstanden haben wie der Hase läuft. Das Spielerfeedback, wenn wir eine Sache gelöst hatten, war nicht immer ganz zufriedenstellend und wir haben auch schon mal genau schauen müssen, wo es jetzt weiter geht.

Der Spielfluß war nicht durchgehend rund, einige Rätsel weniger intuitiv und verleiteten uns dazu Sachen auszuprobieren. Sprich, da wir nicht genau wussten wie was zusammenhängt, kam die Methode „trial and error“ öfters zum Einsatz. Am Ende sind wir an zwei kleinen Hilfestellungen des Gamemasters nicht vorbeigekommen. Das Setting ist witzig und passt klasse zu Thema. Es gibt zahlreiche originelle Referenzen auf eine seit 1989 laufende bekannte Zeichentrickserie. Mir fällt gerade der Name nicht ein.

Der Finale Part, in dem es um unsere Hauptmission ging, hätte für unseren Geschmack etwas spektakulärer ausfallen können. Da waren die Tasks dann ein wenig zu eintönig. Nichtsdestotrotz hat uns der Raum Spaß gemacht. Wir konnten unsere Mission in 58 Minuten erfolgreich abschließen, haben Springfield gerettet und uns deshalb unser Duff-Bier, das es Ende zur Belohnung gab, redlich verdient. Empfohlene Teamgröße: 2 (schwer) bis 4 Spieler.

Heiner Stepen

Heiner Stepen