Die Piratenbucht

  • ⭐️ 7.2/10
  • 🌡 Medium
  • ⏳ 60 Minutes
  • 👥 2 – 6 Person

Gestrandet auf einer Karibikinsel suchen wir bei einem Unwetter Schutz in einer Hütte. Was wir leider nicht wissen, diese gehört Captain Crossbone, dem blutrünstigsten Piraten der sieben Weltmeere. Dieser sollte uns besser nicht hier erwischen…

House of Riddle gibt es seit 2018. Auf dem Gelände der ehemaligen Prinz-Eugen-Kaserne in Günzburg, könnt ihr im Gebäude des damaligen Mannschaftsheims zwei verschieden Escape Games spielen – „Die Piratenbucht“ und „Problem in Springfield“. Wir haben beide Räume back2back gespielt. Vor dem Gebäude stehen genügend kostenlose Parkplätze zu Verfügung.

Unser Gamemaster Christian, der auch gleichzeitig der Betreiber ist, hat uns offen empfangen. Nach einem netten Plausch gefolgt von einem kurzem Standardbriefing, bekommen wir doppelseitige Augenklappen und werden in die Piratenbucht geführt. Dort wird uns die Story erzählt und unser Abenteuer kann beginnen. Als wir unsere Schlafmasken abnehmen dürfen, sind wir positiv überrascht über das ansprechende Setting.

Die Lichtverhältnisse in der Hütte sind schummerig (aber dennoch ausreichend), und steuern, untermauert von passenden Soundeffekten, zu einer geheimnisvollen Atmosphäre bei. Die Anzahl der Items ist überschaubar. Dinge, die keinen direkten Bezug zum Spiel haben, bzw. nicht zur Lösung von Rätseln und Aufgaben benötigt werden, sind befestigt. Ich kann mich nicht an irgendwelche „Don’t touch“-Aufkleber erinnern. Hinter den Kulissen ist viel Technik. Die meisten Tasks lösen automatisch aus. Es gibt nur ein oder zwei Schlösser. Der Raum ist relativ linear. Die Puzzles fanden wir kreativ und abwechslungsreich.

Wenn wir mal nicht weiterkommen, hilft uns Crossbones Papagei Coco, der anscheinend so einiges aufgeschnappt hat. Das Spielerfeedback ist manchmal etwas dünn. Wir mussten schon ab und zu genau hinschauen oder -hören, wo sich jetzt was getan hat, wenn wir etwas ausgelöst hatten. Eines der Rätsel war in unseren Augen unscharf. Trotz mehrmaligen Lesens der „Anleitung“ sind wir immer wieder irgendwo anders falsch „gestrandet“. Aber zum Glück gibt’s ja Coco. Bei einer weiteren Aufgabe, bei der es relativ viele, zum Teil doch recht gut versteckte, Hinweise zu finden gab, hätten uns wahrscheinlich ein oder zwei weitere Augenpaare die Sache erleichtert. Nichtsdestotrotz konnten wir zu zweit in 56 Minuten aus der Piratenbucht entkommen. Empfohlene Teamgröße: 2-4 Spieler.

Heiner Stepen

Heiner Stepen