Das Geisterhaus

  • ⭐️ 7/10
  • 🌡 Medium
  • ⏳ 60 Minutes
  • 👥 2 – 6 Person

Bekannterweise steht die Neugier immer an erster Stelle eines Problems. So war das auch bei uns! Als wir auf einer Radtour außerhalb der Stadt an dem alten, verlassenen Hause vorbeikommen, über das wir schon viele Spukgeschichten gehört haben, siegt die Neugier über die Angst und wir beschließen, uns dort etwas genauer umzuschauen. Da trifft es sich gut, dass die Haustür bereits offensteht. Wir treten bedenkenlos ein, weil wir natürlich nicht an das billige Filmklischee glauben, dass Türen danach IMMER direkt zu… klack!!! Grmpf!

Tja, wo wir schon mal hier sind, können wir auch versuchen das Geheimnis des Hauses zu lüften. Das Geisterhaus ist adäquat dekoriert. Bejahrte Möbel, Tapeten die gealtert wirken, ein Kamin. Wir schauen uns um und finden eine Vielzahl von Dingen und Gegenständen (darunter leider auch ein paar rote Heringe) deren Verwendung erst im Laufe des Spiels klar wird. Es ist empfehlenswert etwas strukturiert vorzugehen, denn es ist nicht immer ganz einfach den Überblick zu behalten. Manche Hinweise sind gut versteckt, was zum Ausprobieren verleitet, wenn man sie nicht findet.

Uns gefielen die audiovisuellen Effekte und der Übergang zwischen den Spielbereichen. Gefehlt haben uns hingegen ein wenig die „bewegenden Elemente“, die die Spannung noch verstärken könnten. Ein paar zusätzliche kleine Jumpscares. Ein Kronleuchter, der wackelt, ein Bild was von der Wand fällt. Sowas in der Art. Aber vielleicht hebt man sich das auch für den dritten Raum – „Der Medikamententest“ – auf, der bald kommen wird. Dieser ist übrigens als FSK 18 geplant. Wir fanden den Raum (54 Minuten, zwei Tipps) insgesamt schwieriger als „Backpacker in Neuguinea“.

Einen der Hinweise haben wir erst im Finale gebraucht, als wir unsere Mission eigentlich schon als erledigt betrachtet hatten. An der Stelle vielleicht nicht so ideal, weil Euphorie Bremse. Wir haben uns den Kopf zerbrochen, was wir wohl übersehen haben. Aber da, glaube ich, werden wir nicht die einzigen sein, denn sowohl die Abschlussaufgabe als auch deren Lösung sind schwer zu finden. Das Geisterhaus lässt sich gut als Team mit 2-4 Personen spielen.

Die sympathische Truppe von Escaperoom Dillingen hat uns sehr nett empfangen, kompetent während der beiden Spiele betreut, und war danach auch interessiert und offen für Kritik und Anregungen. Man hat gespürt, dass das Team mit Begeisterung bei der Sache ist.

Heiner Stepen

Heiner Stepen