The Hidden Chamber

This is a review of the Escape Room “The Hidden Chamber” offered by Salzufler Unterwelt in Bad Salzuflen, Germany.
  • ⭐️ 9.5/10
  • 🌡 Easy
  • ⏳ 60 Minutes
  • 👥 2 – 6 Person

Die Salzufler Unterwelt befindet sich im Bahnhofsgebäude von Bad Salzuflen und ist via Zug gut angebunden an Städte und Verkehrsknotenpunkte wie Herford, Bielefeld, Altenbeken… Der Eingang befindet sich am Bahnsteig und ist gut beschildert. Es werden zwei Szenarien – Die Werkstatt des Alchemisten und The Hidden Chamber – angeboten. Die Arbeiten zu einem dritten Abenteuer wurden bereits begonnen.

The Hidden Chamber ist angelehnt an George Clooney’s Kriegsdrama Monuments Men, in dem es um die Aufklärung des Verbleibs geraubter Kunstwerke und Schätze historischen Wertes gegen Ende des zweiten Weltkriegs geht. Die Geschichte passt meiner Meinung nach sehr schön in die örtlichen Gegebenheiten.

Im Auftrag von Professor Berkemann sollen wir in den kürzlich entdeckten Katakomben unter dem Bahnhofsgebäude untersuchen, ob es sich bei den dort gefunden Kunstobjekten tatsächlich um Originale handeln könnte, und hierbei insbesondere nach einem ganz speziellen Relikt Ausschau halten.

Was zunächst wie ein Routinejob für die Studierenden Hilfskräfte aussieht, entwickelt sich im Laufe der Mission mit einem gut inszenierten Spannungsbogen zu einem großartigen Abenteuer.

Die Kulisse in den Bahnhofsgewölben ist Hollywoodreif und an Effekten wurde nicht gespart. Sound, Beleuchtung und Musik sind auf den Punkt. Die Detailversessenheit ist, beim genaueren hinsehen, überall zu erkennen. Ein Beispiel: Das obligatorische Skelett, das in fast jedem solcher Themenräume irgendwo seine letzte Ruhestätte gefunden hat, ist hier nicht einfach ein billiges Plastikgerippe, sondern ein penibel präparierter Schädel und ein authentisches Knochengerüst – selbst wenn man aufgrund der darüber liegenden Kleidung kaum etwas davon sieht.

Was mich besonders beeindruckt hat, war die exzellente Soundkulisse. Für mich ist es ein himmelweiter Unterschied, ob irgendwo in einer Ecke ein PC-Lautsprecher krächzt, oder ob ein perfekt abgestimmtes Subwoofer-System einen fast wegbläst, wenn sich beispielsweise ein schwerer Riegel an einem Tor bewegt, und den Abenteurern so das Gefühl vermittelt, sie wären inmitten der Minen von Moira.

Wenn man etwas finden möchte, das vielleicht noch verbessert werden könnte, dann ist es die Quantität der Rätsel und Aufgaben – Eines davon fand ich von der Ausführung her Mega! Ich fand das Abenteuer ehrlich gesagt etwas zu kurz (was jetzt nicht an unserer Spielerfahrung lag). Obwohl wir überhaupt nicht gehetzt sind, sondern das Spiel eher genossen haben, war unsere Mission leider bereits nach 46 Minuten vorbei. Das war etwas schade, denn wir hätten diese spektakuläre Spielkulisse und die tolle Atmosphäre gerne noch etwas länger genossen.

Nichtsdestotrotz lautet unser Fazit: The Hidden Chamber ist ein immersives „must play“-Adventure und gehört derzeit zweifelsohne zu den Top Escape Games am deutschen Markt. An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank an Daniel Berkemann, der uns nach dem Spiel geduldig all unsere Fragen beantwortet und einen Blick hinter die Kulissen gewährt hat. Wir freuen uns schon auf das 3. Abenteuer.

Heiner Stepen

Heiner Stepen